Weg mit dem Winterspeck
Die Hose kneift und der Sommerurlaub ist bereits gebucht. Der kritische Blick in den Spiegel und der Gedanke daran sich diese Gestalt im Bikini vom Vorjahr vorzustellen, fällt nach den Festtagen eher schwer und die blasse Winterhaut trägt auch nicht unbedingt zur Verschönerung des Anblicks bei.
Wer jetzt revolutionäre Diättipps erwartet - sorry, die kenne ich leider auch nicht. Willensstärke und Disziplin sind Eigenschaften, die ungemein dabei helfen, erste Erfolge auf der Waage zu verbuchen. Am besten klappt es, wenn man einen „Leidensgenossen“ findet. Gegenseitige Motivation ist in bestimmten schwachen Momenten einfach Gold wert.
Grundsätzlich sollte man sein Einkaufs- und Essverhalten überprüfen. Bewusst und kontrolliert essen und dementsprechend Lebensmittel einkaufen, das allein ist schon die halbe Miete. Was kaufe ich und in welchen Mengen? Muss die Tafel Schokolade sein oder sind sechs Äpfel oder eine tolle entschlackende Ananas nicht viel besser für die Taille? Auf Vorrat einkaufen ist in einer Diätphase tabu. Genauso sollten sämtliche Naschereien, die von den Festtagen noch in den Schränken lagern, konsequent verschenkt werden, nach Möglichkeit an diejenigen, die es vertragen können.
Verzichten Sie auf Süßigkeiten, Paniertes, Fettiges und machen Sie einen weiten Bogen um Fastfood, das sich besonders nachhaltig, weil oftmals gedankenlos und nach dem Lustprinzip verzehrt, auf den Hüften bemerkbar macht.
Abendliche geliebte Dickmacher wie Chips und Co kann man wunderbar durch Gemüsesticks ersetzen. In selbst angerührte Dips getunkt oder einfach nur in mageren Kräuterquark sind sie eine wirkliche lecker Alternative zum TV Programm.
Gegen den Heißhunger auf Süßes kämpft man am besten mit Obst, Trockenfrüchten oder kalorienreduzierten Fruchtjoghurten an und wem es schwerfällt auf all diese Sünden zu verzichten, der kann sich auch während einer Diät einen Tag pro Woche eine „Auszeit“ der Kasteiung gönnen. Die Schwierigkeit besteht allerdings oftmals darin, den Weg in die Disziplin zurück zu finden.
Dass Bewegung Kalorien verbrennt, ist auch nichts Neues. Vergessen sie doch mal bewusst den Autoschlüssel und gehen sie zu Fuß, benutzen sie die U-Bahn, Straßenbahn oder den Bus und steigen sie mindestens eine Station früher aus. Schon dreißig Minuten Bewegung mehr am Tag führen zu einem Kalorienmehrverbrauch von ca. 300 Kalorien. Am Wochenende sollte man sich von der geliebten Couch verabschieden. Walken im Park oder eine ausgiebige Wanderung mit der Familie sind Kalorienkiller. Gleichzeitig wird bei den niedrigen Temperaturen das Immunsystem gestärkt.
In vielen Städten gibt es schon Gruppen von Gleichgesinnten, die dem Wintersspeck gemeinsam den Kampf ansagen. Initiativen findet man im Internet oder man schließt sich einem Verein an. Möglichkeiten gibt es derlei viele, es muss also nicht immer sofort das teure Fitnessstudio sein. Andererseits bieten gerade im Januar viele Studios Einsteigern attraktive Konditionen. Gegen einen deutlich geringeren Beitrag als der übliche im Monat oder gar völlig kostenlos, kann man oftmals bis zu einem Monat trainieren und weitere Annehmlichkeiten wie Saunen nutzen. Die Kombination aus Bewegung und disziplinierter Ernährung führt garantiert schnell zum Erfolg und wer nicht dem bösen Jojo- Effekt zum Opfer fallen möchte, der behält die erlernte Ernährungsumstellung einfach bei, Ausrutscher natürlich erlaubt!
Ich wünsche schon mal viel Erfolg!

